Wilhelm-Conrad-Röntgen-Mittelschule Weilheim in Oberbayern

Einer unserer Glaubenssätze ist, dass Demokratie gelernt werden muss. Ab dem 18. Lebensjahr Demokratie per Wahlerlaubnis zu erlauben, ist - unserer Meinung nach - der falsche Weg. Schülerinnen und Schüler, die nie demokratisch mitentscheiden durften, was ihre eigene Lebenswelt angeht, werden von Rattenfängern angezogen. Ein Arbeitsblatt über Demokratie ist ein Arbeitsblatt über Demokratie, nicht mehr.
Schule ist aber viel mehr, als nur das Zusammenspiel zwischen Schülern, Eltern und Lehrern.
Deshalb haben wir den "Roten Würfel" an der Mittelschule Weilheim installiert:
Die Mittelschule Weilheim geht den Weg, indem im „Roten Würfel“ Vertreterinnen und Vertreter aus allen Gremien (Schüler, Eltern, Lehrkräfte) und Menschen aus dem Quartier miteinander ins Gespräch kommen. Das Ziel ist es, in einem Design-Thinking Prozess unsere Schule multiperspektivisch, co-kreativ und gemeinschaftlich weiterzuentwickeln.
Dieser Ansatz folgt einem einfachen Prinzip:
2x pro Schuljahr kommen Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Interessierte aus dem Quartier der Schule im Musiksaal (=im Bau "roter Würfel") zusammen, um gemeinsam kreativ an einem zuvor definierten Schulthema zu arbeiten. Entwicklung von möglichen Lösungen und gegenseitige Verpflichtung, mindestens eine Sache umzusetzen.
Je komplexer die schulischen Anforderungen werden, desto größer wird die Gefahr, dass die Stimmen von Schülern und Eltern im Lärm des Systems untergehen.
Eine aktive Beteiligung aller Player bewirkt:
Der Rote Würfel findet statt (ca. Juni - der genaue Termin ist noch offen)
18:00 Uhr: Ankommen
18:15 Uhr: Einstieg mit der Bildung gemischter Gruppen: Eltern, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, externe Partner aus dem Quartier
18:30 Uhr: kreative Bearbeitungsphase
19:30 Uhr: Vorstellung der Gruppenergebnisse
19:50 Uhr: Entscheidung für eine gemeinsame Lösung der Umsetzung
20:00 Uhr: Ende Veranstaltung