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Studienfahrt der 10V2 vom 04.10. - 07.10.22 nach Berlin

Dienstag, 4 Oktober 2022

Circa 6 Stunden Fahrt - dies stand uns zu allererst an diesen ersten Tag der Klassenfahrt bevor. Dort stiegen wir aus und erreichten kurze Zeit später unser Hotel ,,Citylight“. Bis abends um 17.30 Uhr stand uns noch freie Zeit zur Verfügung, viele von uns nutzten sie mit Zimmer beziehen oder auch draußen die Umgebung erkunden. Abends stand noch ein Stadtrundgang zu Fuß an, wir fuhren zum Alexanderplatz und trafen dort einen Mann, der uns viele Sehenswürdigkeiten zeigte und uns dazu viel Wissenswertes erklärte. Vom Alexanderplatz mit dem berühmten Fernsehturm und der Weltzeituhr ging es entlang der Spree und der alten Nikolaikirche bis zur Museumsinsel und schließlich auch zum beliebten Brandenburger Tor. Danach fuhren wir mit der U- Bahn zurück zum Gesundbrunnen, und um 22 Uhr begann dann die Bettruhe. J

Mittwoch, 5 Oktober 2022

Der nächste Tag begann um 8.30 Uhr mit einem leckeren Frühstück, anschließend stand ein Besuch in der Gedenkstätte Hohenschönhausen an- ein ehemaliges Stasigefängnis, durch das wir auch eine Führung bekamen. Für uns alle war es ein sehr prägendes Erlebnis, wir fanden es sehr interessant und bekamen einen guten Einblick in die damalige Zeit. Nachmittags bekamen wir dann noch circa 3 Stunden Freizeit, bevor wir uns um 17.30 Uhr wieder an einem Treffpunkt versammeln sollten. Der Abend versprach noch relativ spannend und ein wenig gruselig zu werden, da zum Tagesende hin noch ein Besuch in einem Gruselkabinett anstand. Das Ganze fand im ,,Berlin Dungeon“ statt, ein Theater mit schaurig aussehenden Schauspielern und vielen verschiedenen Räumen, durch die wir nacheinander geführt wurden. Dem Großteil von uns hat die Show sehr gut gefallen und wir haben ziemlich oft gelacht J .

Donnerstag, 6 Oktober 2022

Unser letzter Tag in Berlin begann sehr früh, um 7.45 Uhr mussten wir aus unseren Zimmern auschecken und gingen anschließend noch zum Frühstücken. Einige waren noch sehr müde. Ziemlich zügig danach folgte die Abfahrt zu unserem heutigen Tagesausflugsziel, dem allseits bekannten deutschen Bundestagsgebäude. Nach einigen Sicherheitschecks bekamen wir im Plenarsaal einen längeren Vortrag, und hatten anschließend noch ein Gespräch mit der Sekretärin/ Assistentin von einem Bundestagsabgeordneten: Alexander Dobrindt, leider konnte er an diesem Tag nicht persönlich zu uns kommen. Im Paul-Löbe-Haus waren wir anschließend noch zum Mittagessen im Besucherrestaurant eingeladen, und hatten danach noch ein wenig freie Zeit zur Verfügung. Abends trafen wir uns dann wieder, holten unser Gepäck vom Hotel ab und begannen unsere 6-stündige Heimfahrt.

Zusammenfassend war diese dreitägige Klassenfahrt für uns alle recht erlebnisreich, spannend, informativ und vor allem konnten wir uns auch privat untereinander besser kennenlernen; wir können so eine Reise auch für andere Klassen nur weiterempfehlen.

Verena Renner und Team

Gedenkstätte Hohenschönhausen

Bei unserem Ausflug zu der Gedenkstätte in Hohenschönhausen haben wir viel dazugelernt. Angefangen hat die Tour mit einem Film, der das Thema und die Ereignisse kurz und bündig erklärt hat. Am erschütterndsten fanden wir, wie die Stasi durch sowohl geistige als auch körperliche Folter ihre Insassen gebrochen hat. Es gab zwei Bereiche, wo die Insassen untergebracht waren, es gab das U-Boot und es gab den Neubau. Die Zellen im U-Boot waren äußerst beengend und verfügten nicht mal über eine richtige Toilette, diese bestanden nur aus einem Eimer mit einem Deckel. Wurde man im Altbau inhaftiert, bekam man keine neue Kleidung, körperliche Folter war unter den Sowjets nach Kriegsende an der Tagesordnung. Als der Neubau zu DDR-Zeiten gebaut wurde, waren die Zellen etwas größer, mit einem vernünftigen Bett und die Menschen bekamen Häftlingskleidung. Hier gab es weniger körperliche Folter, sondern psychische Folter der brutalsten Art, ständig wurden Geständnisse erzwungen. Inhaftiert waren sogenannte „Staatsfeinde“.
Wir fanden die Führung sehr interessant und sie war gut strukturiert.
Aufgrund der nicht all zu langen Dauer der Führung ist uns nicht langweilig geworden und keiner verlor das Interesse. Das Auto, mit dem die Gefangenen in das Gefängnis transportiert wurden, schockierte uns. Es war erschreckend, in was für einer Unwissenheit die Häftlinge transportiert wurden. Die Fragen, welche wir unseren Tour-Guide gestellt haben, konnte er gut und einfühlsam beantworten, er hat sich dafür auch Zeit genommen.

Patrick und Team

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